SpVgg
Greuther Fürth vs. Hannover 96 am 14.12.2000
2:0

Vom 11.12. bis 15.12.00 hatte ich, Löwensupporter Michi, dienstlich in Ansbach zu tun.
Was soll ich euch sagen, dieses Nest ist wirklich das hinterletzte, denn pünktlich um
20 Uhr werden dort die Bürgersteige hochgeklappt. Unter den genannten Umständen dachte ich mir das Beste wird es sein irgendwo in der Gegend einen Kick anzusehen.
Also kaufte ich mir den Ansbacher Anzeiger und fing an zu suchen, aber wie ihr euch denken könnt, spielte unter der Woche niemand außer Greuther Fürth.
Da dieses Spiel aber erst für Donnerstag den 14.12.00 angesetzt war, musste ich mich noch weitere drei Tage langweilen.
Irgendwann war es dann doch so weit so das der Andi ( dem war es genauso langweilig und eigentlich ein VfB-Fan) und ich uns auf den zum Ronhof bzw. Playmobilstadion machen konnten. Nach langer Suche und einigen Irrfahrten in Fürth fanden wir dann das Playmobilstadion was aber noch nicht heißt einen Parkplatz zu bekommen, denn das Stadion befindet sich inmitten einer Siedlung. Irgendwie schafften wir es aber dennoch ins Stadion wo bereits eine unerwartet gute Stimmung herrschte.
Die SpVgg begann von Anfang an großen Druck auf den Kasten der 96er zu machen und dieser Druck zahlte sich bereits in der 10 Minute aus, als Surmann nach klugem Anspiel von Hassa aus kurzer Distanz per Kopf verwandelte und dies gegen eine der besten Abwehrreihen der 2. Liga! Das frühe Tor gab den Fürthern aber nicht die erhoffte Sicherheit im Spielaufbau, so das die Hannoveraner immer wieder gefährlich Kontern konnten und nur dank eines glänzend aufgelegten Teuber nicht den Ausgleich hinnehmen mussten. Nach ca. 20 Minuten wurde dann Guido Gorges (dürfte eigentlich jedem ein Begriff sein!) für Sbordone eingewechselt. Gorges, eigentlich für die Abwehr gekommen schaltete sich immer wieder gekonnt in den Spielaufbau der SpVgg ein. So wurde dann auch das 2:0 über Gorges eingeleitet, der einen klugen Paß auf den tunesischen Nationalspieler Rouissi spielte und der wiederum eine sehenswerte Flanke auf Skarabela schlug, welcher abermals mit dem Kopf vollstreckte. Ab diesem Zeitpunkt zogen sich die Fürther viel zu weit zurück, was die Folge hatte, daß die 96 er immer besser ins Spiel fanden und in der 82 Minute den Anschlußtreffer erzielten. Von nun an hatten die Fürther mehr Glück als Verstand und konnten froh sein das dieses Resultat bis zum Abpfiff auch so blieb.
So konnten die knapp 5000 Zuschauer zufrieden (bis auf die Handvoll aus Hannover angereisten Fans) das schmucke Playmobilstadion verlassen und sich auf den Heimweg machen.
Im großen und
ganzen war es ein sehr ansehnliches Zweitligaspiel in einem sehr schönen
Stadion mit wirklich guter Stimmung. Ich kann nur jedem Empfehlen sich einmal
selbst ein Bild vom ehemaligen Ronhofstadion zu machen, denn Fürth ist immer
eine Reise wert.